Angebot nach SGB XII (ambulant und stationär)

In Einzelfällen führen wir auch Betreuungen nach SGB XII für junge Menschen bis 27 Jahren durch, das kann ambulant oder auch stationär sein:

Die ambulante Betreuung der Eingliederungshilfe gemäß §§ 53/54 SGB XII richtet sich an junge Menschen, die in ihrer eigenständigen Lebensführung gefördert und unterstützt werden wollen.
Das kann im Anschluss an eine stationäre Eingliederungshilfe geschehen, oder unabhängig davon.

Die Einzelbetreuung findet je nach Bedarf im eigenen Wohnraum, bei den Eltern, in unserer Einrichtung oder an anderen betreuungsrelevanten Orten statt.

Das stationäre Angebot nach § 67 SGB XII richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren, die:

  • Hilfe nach § 67 SGB XII in stationärer Form benötigen,
  • nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können, aber noch nicht selbstständig zurecht kommen,
  • die aufgrund von Erfahrungen aus ihrer Kindheit oder Jugend schwerwiegend traumatisiert sind und dadurch in ihrer weiteren Lebensführung eine intensive sozialpädagogische Betreuung benötigen
  • die wesentlich seelisch behindert sind im Sinne des § 67 SGB XII, wenn sie vor Eintritt der Sozialhilfebedürftigkeit Leistungen nach dem SGB VIII in einer Einrichtung erhalten haben.

Zielsetzung

Ziel der Betreuung ist, die jungen Menschen in ihren individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten so zu fördern und zu stärken, dass es ihnen nach Beendigung der Maßnahme möglich ist, ihr Leben selbständig und eigenverantwortlich zu führen.
Sie werden in Einzelwohnungen oder Wohngruppen intensiv betreut. Die konkreten Inhalte der sozialpädagogischen Betreuung sind am Bedarf und den Möglichkeiten der/des Einzelnen ausgerichtet.

Mit diesem Hilfeangebot bieten wir beispielsweise:

  • Förderung der Selbsthilfe,
  • Beratung und Anleitung bei der eigenständigen Haushaltsführung,
  • Aufbau einer Tagesstruktur sowie Freizeitgestaltung,
  • Unterstützung bei Bewältigung von Alltagsproblemen,
  • Entwicklung schulischer und beruflicher Perspektiven.
  • Krisenintervention,
  • Begleitung bei Behördengängen,
  • Umgang mit psychischen Erkrankungen und Kooperation mit Ärzten, Kliniken und Therapeuten,
  • Stärkung und Stabilisierung der Persönlichkeit,
  • Unterstützung beim Aufbau eines sozialen Netzwerkes,
  • Erweiterung der emotionalen und sozialen Fähigkeiten,
  • Umgang mit psychischen Erkrankungen und Kooperation mit Ärzten, Kliniken und Therapeuten,
  • Unterstützung und Integration in den Bereichen Schule, Ausbildung, Beruf,
  • die Förderung eines angemessenen Freizeitverhaltens,
  • adäquater Umgang mit den vorhandenen finanziellen Mitteln,
  • Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft.